
Ich möchte mein Leben neu gestalten – aber wo fange ich an ?
Vielleicht kennst Du diesen Gedanken. Du weißt, dass sich etwas verändern soll. Nicht unbedingt alles. Aber so wie es gerade ist, fühlt es sich nicht mehr richtig an.
Du hast dieses Gefühl schon eine Weile. Mal ist es stärker, mal verschwindet es wieder. Doch irgendwann lässt es ich nicht mehr einfach wegschieben.
Eventuell hast Du schon nach Antworten gesucht. Nach dem perfekten Plan. Nach einer Entscheidung, die endlich alles besser macht.
Und dann warst Du erst recht überfordert.
Die gute Nachricht ist: Du musst nicht heute wissen, wie Dein Leben in 5 Jahren aussehen soll. Es reicht, wenn Du bereit bist, den ersten kleinen Schritt zu gehen.
Du brauchst keinen perfekten Plan um anzufangen
So lange habe ich geglaubt, dass Veränderung erst möglich ist, wenn ich genau weiß, wohin ich will. In Büchern und Podcasts habe ich immer wieder gelesen, man müsse sein Ziel kennen, damit man überhaupt weiß, in welche Richtung man laufen soll. Man würde sich ja auch nicht in sein Auto setzen und losfahren, ohne vorher sein Navi zu programmieren.
Ich fand das nachvollziehbar – logisch. Doch inzwischen weiß ich: Das Leben funktioniert oft anders. Nicht jede Frau wacht morgens auf und weiß plötzlich genau, was sie mit der zweiten Hälfte ihres Lebens anfangen möchte.
Veränderung beginnt immer mit Klarheit. Das stimmt – doch nicht immer bedeutet Klarheit alles bereits zu wissen. Manchmal muss die Erkenntnis: „So wie es jetzt ist, soll es auf keinen Fall bleiben“ ausreichen um zu starten. Alles andere entsteht unterwegs.
Es geht gerade jetzt auch nicht darum, schnellst möglich irgendwo anzukommen. Sondern es geht darum, sich selbst erstmal wieder zuzuhören und sich selbst wieder neu kennenzulernen. Mit 20 hatte man Träume. Ich wollte Familie, ein Haus, einen guten Job. Viele Tiere und ein sorgenfreies Leben. Vieles davon habe ich mir heute bereits erfüllt.
Vielen Frauen in unserem Alter geht es so: Wenn sie heute gefragt werden, wovon sie in ihrem Leben noch träumen, dann fällt die Antwort schwer.
Nicht etwa, weil wir keine Träume mehr hätten. Sondern weil wir gelernt haben, unsere Wünsche hinten an zu stellen. Uns erst um alle anderen zu kümmern. Alles am Laufen zu halten, für andere stark zu sein.
Also vielleicht geht es gar nicht darum, mit dem perfekten Plan auf ein neues 5-Jahres-Ziel zuzusteuern. Vielleicht geht es heute nur darum Dir selbst wieder die Erlaubnis zu geben groß zu träumen und mit 40 oder 50 neue Lebensziele zu finden und zu verfolgen.
Fang nicht mit großen Veränderungen an
Wenn wir unzufrieden sind, möchten wir einerseits am liebsten alles auf einmal verändern, andererseits ist da auch diese Angst, andere zu verwirren oder vor den Kopf zu stoßen.
Denn was passiert wenn:
- Du Dich plötzlich nicht mehr ganz selbstverständlich um alles kümmerst
- Du anfängst wieder eigene Wünsche zu formulieren
- Dich mit neuen Leuten triffst und Zeit für neue Hobbys beanspruchst
- Beginnst Dinge zu hinterfragen, die Du lange einfach hingenommen hast
- Dinge, Gewohnheiten und vielleicht auch Menschen loslässt, die nicht mehr in Dein Leben passen
Die Vorstellung, dass der eigene , innere Wunsch zur Veränderung nicht nur das eigene Leben sondern auch ganz direkt das Leben von anderen beeinflußt kann beängstigend sein.
Man fragt sich: „Wie werden sie es aufnehmen? , „kann ich ihnen das zumuten?“, „bin ich vielleicht doch zu egoistisch?“
Eventuell hast Du dann den Impuls sofort Dein ganzes Leben umzukrempeln.
Raus, aus dem gewohnten Umfeld. Die alten Rollen, die Erwartungen der anderen und Dein altes „ich“ einfach zurücklassen und irgendwo anders ganz neu anfangen.
echte Veränderung beginnt nicht im Außen sondern im Inneren
Es ist ein Irrtum zu denken, echte Veränderung ist nur möglich, in dem man sein Umfeld ändert. Ein Umzug in eine neue Wohnung, eine neue Stadt oder sogar in ein fremdes Land werden nicht die gewünschten Veränderungen bringen.
Sie ändern vielleicht vorübergehend das innere Gefühl festzustecken. Ein Umzug, ein Ortswechsel fühlt sich vielleicht erst einmal nach Bewegung und Fortschritt an. Aber echte Veränderung erreichst Du langfristig nicht durch eine Veränderung im Außen, sondern nur durch die Auseinandersetzung mit Dir selbst.
Deine Handlungen werden durch Deine Glaubenssätze beeinflusst
Du wirst Dir niemals – an keinem Ort der Welt – Verhaltensweisen aneignen können, die entgegen Deiner eigenen inneren Überzeugung stehen. Angenommen, Du hast seit früher Kindheit erfahren, dass das Wohl anderer immer wichtiger ist, als Deine Wünsche. Dann ist das eine Überzeugung, die Du bis heute in Dir trägst.
Und diese innere Überzeugung führt automatisch dazu, dass Du Dich entsprechend verhälst. Du kannst zwar Deinen Wohnort wechseln. Aber auch dort wirst Du automatisch die Rolle annehmen, Dich erst um alle anderen zu kümmern. Deine eigenen Wünsche hinten anzustellen oder wegzuschieben, damit andere Ihre Träume realisieren können.
Echte Veränderung bewirkst Du nur, in dem Du die Überzeugungen und Glaubenssätze identifizierst, die verhindern, dass Du die Frau sein kannst, die Du immer sein wolltest.
Du brauchst neue Überzeugungen, die Dich Tragen und beflügeln und keine Glaubenssätze, die dich limitieren und einschränken. Dann bewirkst Du echte Veränderung für Dein Leben.
Wie Du dennoch heute beginnen kannst Dein Leben neu zu gestalten
Die inneren Überzeugungen und Glaubenssätze zu überwinden ist harte Arbeit und braucht Zeit. Dennoch kannst Du noch heute beginnen, Dein Leben aktiv neu zu gestalten.
Kleine Schritte wirken oft unscheinbar. Trotzdem bringen sie uns in Bewegung. Ein erster Schritt kann es sein, den eigenen inneren Stimmen wieder Raum zu geben.
Fange an mit einfachen Fragen zum Beispiel:
Was könnte ich diese Woche tun, das sich für mich gut anfühlt?
Vielleicht ist das ein Spaziergang. Mal wieder ein gutes Buch lesen. Vielleicht möchtest Du wieder Kontakt zu einem alten Freund aufnehmen. Oder einfach nur einen Abend für Dich.
Alles ist erlaubt, solange es wirklich von Dir kommt. Die Herausforderung dabei ist, wirklich in sich hineinzuhören.
Oft neigen wir dazu, aus dem ersten Impuls heraus etwas zu wählen, dass
- andere tun würden, wenn sie etwas für sich tun wollen
- einfach ist, weil wir damit nirgendwo anecken und keine Erwartungen enttäuschen
- gar nicht wirklich zu uns gehört sondern zu den Erwartungen anderer
Du kannst Dein Leben neu gestalten – nicht durch einmalige radikale Veränderungen, sondern durch tägliche kleine Schritte.
Der Schlüssel zu Veränderung ist Kontinuität – nicht Perfektion
Für langfristige, dauerhafte Veränderung braucht es vor allem eines: Kontinuität.
Es kommt weniger darauf an, den perfekten Plan zu haben oder erst einmal alles über Veränderung zu lernen, ehe man loslegt. Die perfekte Vorbereitung ist eine Illusion.
Das, worauf es viel mehr ankommt ist Kontinuität und Beharrlichkeit. Jeden Tag ein bisschen, fühlt sich vielleicht erst einmal nicht so spektakulär an.
Und vielleicht, geht es Dir so wie mir am Anfang – du bezweifelst, dass es funktionieren soll sein Leben zu ändern, in dem man mit nur einer einzigen neuen Gewohnheit anfängt.
Doch ich habe inzwischen etwas gelernt: Wenn Du nur eine einzige Mini-Gewohnheit änderst und die dann aber richtig konsequent jeden Tag durchziehst, dann hilft dir das auf Dauer mehr, als die 20 perfekt geplanten Änderungen in Deinem Tagesablauf, die Du dann doch nicht durchziehst, weil sie eben nur auf dem Papier perfekt waren.
Zusammenfassung der Inhalte
In dem vorangegangenem Themenkomplex ging es um das diffuse Gefühl, dass man zufrieden sein sollte mit seinem Leben und es dennoch nicht ist.
In diesem Themenblock geht es darum der inneren Stimme wieder zuzuhören und aktiv sein Leben neu zu gestalten. Nicht alles auf einmal, sondern durch kleine, tägliche Schritte, die sich erst einmal nicht spektakulär anfühlen aber letztlich der Schlüssel für dauerhafte Veränderung sind.
Du bist hier richtig, wenn Du Dich gerade mit einer der folgenden Fragen beschäftigst:
- Wie finde ich heraus, was ich eigentlich will im Leben?
- Ich will mein Leben ändern aber wo fange ich damit an?
- Wie finde ich neue Lebensziele mit 40 oder 50?
- Warum große Veränderung besser in kleinen Schritten gelingt
- Glaubenssätze erkennen und verändern
- neue Gewohnheiten aufbauen / schlechte Gewohnheiten loswerden
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