
Gewohnheiten ändern: Was, wenn Scheitern keine Option mehr ist?
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Wenn sich Veränderung immer wieder schwer anfühlt
Vielleicht kennst du dieses frustrierte Gefühl am Abend, wenn der Tag vorbei ist und du denkst: Schon wieder nicht. Schon wieder nicht dran geblieben. Schon wieder in alte Muster gerutscht. Und irgendwo zwischen Frust und Selbstzweifel steht dieser eine Gedanke im Raum: Ich schaffe das einfach nicht.
Eventuell denkst Du dann, dass es Dir einfach an Disziplin oder an Willenskraft fehlt, Deine Gewohnheiten und damit Dein Leben wirklich dauerhaft zu ändern.
Gerade wenn du schon mehrere Anläufe hinter dir hast, kann sich der Wunsch nach Veränderung irgendwann schwer anfühlen. Als würdest du gegen dich selbst arbeiten.
Vielleicht hast Du das Gefühl, dass jeder neue Versuch auf Grund Deiner fehlenden Willenskraft und Disziplin genauso zum Scheitern verurteilt sein wird, wie all‘ die Versuche zuvor. Doch was wäre, wenn genau dieser Gedanke das eigentliche Hindernis ist – und nicht etwa Du?
„Scheitern“ ist eine Bewertung und keine Tatsache
„Ich bin mal wieder bei meinem Versuch gescheitert“ klingt endgültig. Hart. Fast wie ein Urteil. Doch wenn man mal genauer hinschaut, beschreibt es keine Tatsache. Es ist vielmehr eine Bewertung – DEINE Bewertung.
Du könntest genauso gut sagen: Ich habe etwas ausprobiert und gemerkt, dass es so für mich nicht funktioniert. Das ist kein Scheitern. Das ist ein Erkenntnisprozess. Ein wichtiger sogar.
Die Art, wie du über deine Erfahrungen denkst, beeinflusst, wie du weitermachst. Wenn du glaubst, gescheitert zu sein, hörst du eher auf. Wenn du erkennst, dass du gelernt hast, bleibst du in Bewegung.
Deine Deutung und Bewertung entscheidet über Stillstand oder Fortschritt. Hast Du etwas versucht und bist gescheitert, dann bleibst Du stehen und suchst ggf. die Schuld für Dein „Scheitern“ bei Dir selbst. Fehlende Disziplin, keine Willenskraft, vielleicht einfach nicht genug angestrengt. Und schnell landet man dann auch wieder bei alten Glaubenssätzen, wie: „das war auch schon in der Vergangenheit immer so…“ , „Du konntest noch nie Deine angefangenen Sachen beenden..“ Diese interne Klärung der „Schuldfrage“ führt dann zusätzlich noch dazu, dass bei jedem „gescheiterten“ Versuch, Dein Selbstbewusstsein sinkt.
Damit ist es nicht „einfach nur“ ein Versuch, der eben nicht geklappt hat. Statt dessen wird es auf einmal zu einem Beweis, dass Du „es nicht kannst“. Es nicht schaffst, dauerhaft Dein Leben zu ändern – egal, wie sehr Du es Dir auch wünscht.
Aber so muss es nicht sein! Wenn Du selbst Dir „scheitern“ einfach nicht mehr zur Option machst, dann gibt es nur noch Versuche und Ergebnisse. Ergebnisse sind immer Fortschritte – auch dann, wenn es unterm Strich noch nicht das Ergebnis ist, was man wollte.
Was du aus deinen bisherigen Versuchen mitnehmen kannst
Du hast vermutlich schon mehr verstanden, als du dir selbst zugestehst.
Jeder Versuch zählt. Jede Phase, in der du motiviert warst. Jeder Moment, in dem du gespürt hast: Ich will etwas verändern. Auch wenn es nicht dauerhaft war.
Vielleicht hast du gelernt, dass radikale Veränderungen dich überfordern. Vielleicht hast du gemerkt, dass Druck dich eher blockiert als antreibt. Oder dass dein Alltag nicht zu den Plänen passt, die du dir gemacht hast.
Das sind keine Rückschläge. Das sind Hinweise. Und sie machen deinen nächsten Schritt nicht schwieriger, sondern klarer.
Was wir von Edison über Gewohnheiten lernen können
Thomas Edison hat einmal gesagt: „Ich bin nicht gescheitert, ich habe nur 10.00 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“
Dieser Satz wirkt fast schlicht – und trägt doch eine enorme Kraft in sich. Hätte er jeden Versuch als „scheitern“ und „versagt haben“ bewertet, dann wäre wohl die Glühbirne nie erfunden worden. Doch er ist nie gescheitert. Nicht, weil ihm alles gelungen ist, sondern weil er es sich selbst nicht zur Option gemacht hat.
Er hat gesammelt, ausprobiert, angepasst. Immer wieder hat er mit neuem Wissen und Erkenntnissen nochmal einen neuen Versuch gestartet. Und genau darin liegt der Unterschied: Nicht im Ergebnis, sondern in der Haltung.
Vielleicht geht es beim Gewohnheiten ändern weniger darum, alles richtig zu machen – und mehr darum, dranzubleiben, ohne dich selbst ständig infrage zu stellen.
Gewohnheiten verändern ab 40: Deine Erfahrung ist deine Stärke
Mit über 40 bringst du etwas mit, das oft unterschätzt wird: Lebenserfahrung.
Du kennst dich besser. Du weißt, wie dein Alltag wirklich aussieht. Du hast erlebt, was funktioniert – und was nicht. Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt, ist genau das eine enorme Ressource.
Du musst dich nicht mehr an starren Konzepten orientieren. Du darfst deinen eigenen Weg finden. Einen, der zu deinem Leben passt. Der sich nicht nach Kampf anfühlt, sondern nach etwas, das sich integrieren lässt.
Nachhaltige Gewohnheiten entstehen nicht durch Perfektion, sondern durch Ehrlichkeit.
Dranbleiben statt perfekt sein
Vielleicht liegt die eigentliche Veränderung nicht darin, alles anders zu machen. Sondern darin, anders auf dich selbst zu schauen.
Es geht nicht darum, nie wieder in alte Muster zurückzufallen. Es geht darum, diesen Momenten eine andere Bedeutung zu geben. Nicht als Beweis dafür, dass du es nicht kannst – sondern als Teil eines Prozesses, der Zeit braucht.
Stell dir vor, Scheitern wäre keine Option mehr. Nicht, weil immer alles gelingt. Sondern weil du aufhörst, dich selbst so zu beurteilen.
Wie würde sich das anfühlen?
Vielleicht ein bisschen leichter. Ein bisschen freier. Vielleicht sogar machbar.
Und womöglich ist genau das der Anfang von echter Veränderung.

