Veränderung ab 40 ist schwerer – aber möglich
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Veränderung ist nie einfach. In keinem Alter. Aber je älter Du wirst, desto länger hast Du geübt, Dir selbst zu glauben und Deine Glaubenssätze gefestigt .
Dennoch solltest Du nicht Dein Alter als Grund sehen, um auf der Stelle stehen zu bleiben!
Es stimmt: Je älter wir werden, desto stärker verfestigen sich unsere Denk- und Verhaltensmuster. Unsere Identität wird von den Erfahrungen, Überzeugungen und Routinen geformt, die wir im Laufe der Jahre angenommen haben. Und je älter wir werden, desto mehr Erfahrungen und Überzeugungen prägen unser Selbstbild.
Wir handeln nach dem, was wir über uns glauben – und wir glauben, was wir immer wieder tun..
Diese selbstverstärkende Spirale macht es schwer, neue Wege zu gehen.
Doch Veränderung ist jederzeit und in jedem Alter möglich, wenn wir bereit sind, bewusst aus unseren Gewohnheiten auszubrechen.
Wenn Du etwas verändern willst, reicht es nicht, Dich mehr anzustrengen.
Veränderung gelingt Dir in dem Moment, in dem Du diese eine Sache verstehst: Es stimmt, dasss unsere Glaubenssätze unser Verhalten beeinflussen. Doch genauso kann unser Verhalten unsere Glaubenssätze ändern.
Veränderung ab 40 ist schwerer aber möglich!
Nutze dazu gerne diesen Leitfaden zur Orientierung:
1. Nicht alles glauben, was du über dich denkst
Viele unserer Selbstüberzeugungen entstanden durch alte Erfahrungen oder Meinungen anderer. Das Kind, das früher nie sein Taschengeld sparen konnte und bis heute überzeugt ist, nicht mit Geld umgehen zu können. Die junge Frau, der immer wieder gesagt wurde, dass Kleider komisch an ihr aussehen und die bis heute ausschließlich Hosen trägt, weil sie findet, dass Kleider ihr nicht stehen. Der Teenager, der im Schulsport immer als letztes in die Mannschaften gewählt wurde und heute abwinkt, wenn jemand fragt, ob er nicht Lust hat mal bei einem Probetraining mitzumachen… Je älter wir werden, desto mehr solcher Erfahrungen haben wir gemacht.
Und diese Summe an Erfahrungen prägt unser Selbstbild. Irgendwann haben wir ein klare Überzeugung betreffend unserer Talente und unserer Unzulänglichkeiten. Wir wissen genau, was wir können und was nicht.
Unser Unterbewusstsein sammelt Beweise
Die Krux ist: Für alles was wir über uns zu Wissen glauben, sammelt unser Unterbewusstsein ständig Beweise – und findet sie auch.
Da wir nicht dazu gemacht sind unser Verhalten entgegen unserer Überzeugungen zu ändern, können wir also nur anfangen unsere Überzeugungen zu ändern.
Die eigenen Überzeugungen zu ändern ist schwer. Aber möglich! Und zwar in jedem Alter .
Der erste Schritt dazu ist: „nicht alles glauben, was Du über Dich denkst“ Oder anders gesagt: Lass‘ die Möglichkeit zu, dass sich die Dinge geändert haben. Es mag stimmen – vielleicht warst Du als Kind immer unsportlich, konntest als Teeanager nicht mit Geld umgehen, warst schon immer unordentlich oder das schwarze Schaf in der Familie.
Doch das alles liegt in der Vergangenheit. Es kann sein, dass es heute auch noch so ist. Es kann aber ebenso gut sein, dass die Dinge sich geändert haben!!
2. Prüfe die Herkunft deiner Überzeugungen
Wann hast du bestimmte Überzeugungen übernommen? Wer oder was hat dich geprägt? Und vor allem: Haben diese Überzeugungen heute noch Bestand?
Frage dich kritisch: Ist das, was ich über mich denke, wirklich (noch) wahr? Oder war es eine Erzählung oder eine prägende Erfahrung, die ich mir über die Jahre immer wieder selbst bestätigt habe?
Frage Dich auch, von wem Du diese Überzeugung übernommen hast. War diese Person oder waren diese Personen Dir wirklich gut gesonnen? Und hatten sie tatsächlich auch die Kompetenz das zu beurteilen?
Ich denke zum Beispiel an meine Mathe-Lehrerin auf dem Gymnasium, die mir jahrelang eingeredet hat, ich wäre einfach zu dumm. Und jemand, der nicht mal einen einfachen Dreisatz kapiert und auch in 100 Jahren nicht verstehen wird, wie man eine Wurzel zieht, der braucht sich nicht wundern, wenn er später keinen Job findet und in der Gosse landet…
Damals habe ich es geglaubt. Lange. Das ich zu dumm bin für Mathe, dass ich sowieso nie einen Job finde, usw. (Spoiler: hat doch geklappt..)
Heute, weiß ich natürlich, dass die Mathe-Lehrerin mir weder wirklich gut gesonnen war, noch dass sie überhaupt die Kompetenz hatte für irgendwelche Prophezeihungen bezüglich meiner beruflichen und sonstigen Zukunft.
Nicht alles. was Dir mal jemand über Dich gesagt hat, war oder ist zwangsläufig wahr. Indem Du das, was Du von Dir selber denkst, immer wieder kritisch hinterfragst, schaffst Du Raum für neue, hilfreichere Denkweisen.
3. Durchbreche bewusst Deine Routinen
Veränderung beginnt mit kleinen Schritten. Routinen sind Abfolgen wiederkehrender Handlungen, die wir ohne darüber nachzudenken oft vollkommen automatisch durchführen.
Versuche bewusst diese Routinen zu durchbrechen. Keine großen Veränderungen sondern Kleinigkeiten.
Du könntest zum Beispiel:
- morgen 1 Stunde früher aufstehen als üblich
- den Ablauf deiner Morgenroutine verändern
- eine neue Musikrichtung hören
- einen Umweg / neuen Weg zur Arbeit fahren
- eine Bushaltestelle früher aussteigen als gewohnt
Diese kleinen Veränderungen helfen dem Gehirn, flexibler zu bleiben.
4. Nimm die Challenge an: Beweise dir selbst, dass du mehr kannst, als du denkst
Oft unterschätzen wir unsere eigenen Fähigkeiten und stehen uns selbst im Weg, weil wir an alten Überzeugungen festhalten, die uns heute nicht mehr dienen.
Setze dir kleine, herausfordernde Ziele und erlebe selbst, dass du dich weiterentwickeln kannst.
Angenommen, Du wärst gerne etwas sportlicher und hast bereits ergründet, dass alte Überzeugungen aus Kindertagen von Leuten, die es nicht mal gut mit Dir meinten, Dir heute nicht mehr dienen.
Du bist bereit in Erwägung zu ziehen, dass Du sportlich(er) werden kannst.
Jetzt steckst Du Dir kleine sportliche Ziele. Zum Beispiel:
- jeden Tag nach dem Aufstehen 5 Kniebeugen
- oder 1 Minute Seilspringen
- oder täglich etwas Krafttraining
- oder Du suchst Dir eine einfache Challenge z. B. Liegestütz sauber ausführen, Spagat lernen, Plank halten und arbeitest daran.
Wichtig ist, dass Du Dir wirklich nur kleine Challenges steckst und Dir nicht direkt vornimmst in spätestens 3 Wochen den ersten Halbmarathon zu laufen.
Das Vorhaben wäre auch definitiv zum Scheitern verurteilt aber abgesehen davon, wäre es auch kontraporoduktiv:
Dein Ziel ist es, Dir selbst ab sofort jeden Tag mit einer kleinen Tat zu beweisen, dass Bewegung und Sport ab heute zu Deinem Lifestyle gehören.
Fahre mit dem Rad zu Arbeit statt mit dem Auto. Oder gehe täglich ein paar Kilometer spazieren. Geh mit dem Hund joggen oder mache einfach jeden Tag 10 Kniebeugen.
Du glaubst, was Du tust. Also je öfter Du etwas tust, was ein sportlicher(er) Mensch tut, je mehr sportliche Mini-Challenges Du meisterst, desto mehr Beweise findet Dein Unterbewusstsein dafür, dass Du sportlich bist und umso mehr wird dieser Lifestyle zu Deiner neuen Identität.
Fazit: Veränderung ist in jedem Alter möglich
Veränderung ist möglich – in jedem Alter. Der erste Schritt ist, sich bewusst zu machen, dass unsere Identität nicht in Stein gemeißelt ist.
Mit der richtigen Einstellung und etwas Mut kannst du dich immer wieder neu erfinden.
Der Schlüssel dazu ist, eine Alternative Wahrheit zuzulassen zu dem, was Du über Dich selbst denkst und glaubst. Dir dann täglich, durch bewusst klein gehaltene, erreichbare Ziele Belege dafür zu liefern, dass die alternative Wahrheit stimmt. Um schließlich genug Beweise gesammelt zu haben, dass es für Dein Gehirn gar keine andere Option mehr gibt, als als neue Überzeugung die alternative Wahrheit zu übernehmen.
