Entwicklung + Wachstum

Trotz Motivation nicht in Handeln kommen? 6 Gründe, warum Du Deine Ziele nicht erreichst

** dieser Beitrag kann auf Grund persönlicher Produktempfehlungen Spuren von Werbung / *Affiliate Links  enthalten ***

Du bist motiviert, hast klare Ziele und weißt eigentlich genau, was zu tun ist. Trotzdem kommst Du einfach nicht ins Handeln. Stattdessen schiebst Du Aufgaben auf, beschäftigst Dich mit Nebensächlichkeiten oder verlierst Dich in perfekter Planung. Doch in Bezug auf die wirklich wichtigen Schritte kommst Du einfach nicht ins Handeln.

Kommt Dir das bekannt vor? Dann ist hier die gute Nachricht. Du bist nicht allein! Mir selbst ging es mit meinen Zielen genauso. Auf meiner Suche nach einer Antwort darauf, warum ich so konsequent meinen eigenen Erfolg sabotiert habe, habe ich ein paar Ursachen herausgefunden, die dahinter stecken können. Diese möchte ich in diesem Beitrag gerne teilen.

Gerade wir Frauen ab 40 erleben häufig, dass wir endlich etwas Eigenes aufbauen oder uns beruflich verändern möchten – und trotzdem immer wieder auf der Stelle treten.

Mögliche Gründe, warum Du trotz Motivation nicht ins Handeln kommst sind:

  • Deine Ziele sind in Wahrheit die Erwartungen anderer
  • Falsche Ziele
  • unklare, zu vage formulierte Ziele
  • Angst vor Veränderung
  • Du erzählst Dir selbst eine andere Geschichte (Ziele entgegen eigener innerer Überzeugungen)
  • Schutz vor negativen Auswirkungen des Erfolgs

Mir selbst ging es immer wieder so: Ich habe viel an meinem Projekt gearbeitet. Dinge optimiert, mich belesen, einen perfekten Plan aufgestellt.

Nur von den wirklich wichtigen Dingen hatte ich am Ende des Monats so gut wie nichts erledigt. Und das, obwohl ich das Ziel absolut klar vor Augen hatte. Jeden Monat habe ich viel Zeit und Aufwand in mein Projekt gesteckt. Und trotzdem schaffte ich es einfach nicht, nicht einfach nur „viel“ zu tun, sondern auch die richtigen Dinge zu tun.

Also landete ich irgendwann bei der Frage: „Habe ich womöglich Angst meine Ziele zu erreichen?“ Warum sonst komme ich einfach nicht ins Handeln und unternehme nichts bzw. nicht die richtigen/wichtigen Dinge, um sie zu erreichen?“

Ich wollte das endlich verstehen und vor allem, eine Lösung finden. Dabei bin ich so nach und nach auf folgende Erkenntnisse gestoßen.


Habe ich Angst davor meine Ziele zu erreichen? Warum unternehme ich nichts, um sie zu erreichen?

Du hast ein Ziel. Du denkst oft daran. Du bist motiviert, kennst Dein „Warum“. Du hast „smart“ geplant und weißt genau, was Du zu tun hast.

Und dennoch…

Du schiebst den ersten Schritt auf morgen. Dann auf nächste Woche. Dann beschließt Du, Dir vielleicht doch erstmal noch mehr Wissen anzueignen. Liest ein Buch, hörst einen Podcast. Insgeheim weißt Du längst, dass es nicht „Wissen“ ist was fehlt. Was fehlt, ist die Kooperation Deines Kopfes. Dein eigener Kopf ist wie ein Mitarbeiter, der konstant die Arbeit verweigert. Irgendwann fragst Du Dich vielleicht:

„Warum komme ich einfach nicht ins Tun? Habe ich vielleicht sogar Angst davor, mein Ziel zu erreichen?“

Gerade Frauen ab 40 befinden sich häufig in einer Lebensphase des Umbruchs. Die Kinder werden selbstständiger, berufliche Wünsche verändern sich oder es entsteht der Wunsch, endlich das eigene Leben stärker nach den eigenen Bedürfnissen auszurichten.

Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt oft nicht mangelnde Motivation – sondern etwas ganz anderes.

Schauen wir uns einige mögliche Gründe an.


1. Wenn Du trotz Motivation nicht in die Umsetzung kommst: Vielleicht ist es gar nicht Dein eigenes Ziel

Wenn Du trotz Motivation und guter Planung einfach nicht ins Tun kommst, ist dies eine der ehrlichsten Fragen, die Du Dir stellen kannst:

Will ich das wirklich – oder glaube ich nur, dass ich es wollen sollte?

Viele Ziele entstehen unbewusst durch Erwartungen anderer:

  • „Ich sollte Karriere machen.“
  • „Ich müsste endlich abnehmen.“
  • „Ich sollte mich selbstständig machen.“
  • „Ich müsste erfolgreicher sein.“

Doch ein Ziel, das aus einem „Ich sollte“ entsteht, entwickelt selten echte Anziehungskraft.

Dadurch fällt es Dir schwer ins Handeln zu kommen. Du prokrastinierst selbst einfache Aufgaben und wartest auf Motivation für den ersten Schritt, die nie kommt.

Frage Dich deshalb:

  • Würde ich dieses Ziel auch verfolgen, wenn niemand davon erfahren würde?
  • Passt dieses Ziel zu meinen Werten?
  • Macht mich allein der Gedanke daran glücklich?

Manchmal besteht der größte Fortschritt darin, ein Ziel loszulassen, das nie wirklich das eigene war.


2. Dein Unterbewusstsein hat vielleicht gemerkt, was Dir noch gar nicht bewusst ist – Du verfolgst das falsche Ziel

Stell Dir vor, Du startest irgendwo einen Account in Social Media. Dein Ziel ist ein große Reichweite. Deine Beiträge sollen viral gehen, gesehen werden. Du setzt Dir smarte, realistische Ziele: „Ich poste ab sofort jeden Tag einen Beitrag und zwei Storys – in spätestens 3 Monaten möchte ich die ersten 500 Follower haben“.

Am Anfang läuft alles gut.

Doch dann, nach den ersten 200 Followern kannst Du Dich nicht mehr aufraffen irgendetwas zu posten. Jeden Tag nimmst Du Dir vor, wenigstens eine Story zu posten. Irgendwas einfaches. Ein kurzes Video darüber, wie es Dir gerade geht. Aber Du machst es nicht.

Du verstehst Dich selbst nicht mehr und fängst an Dich zu fragen: „habe ich vielleicht Angst meine Ziele zu erreichen? Angst vor der Sichtbarkeit? Angst vor irgendetwas anderem?“

Jetzt kommt der Punkt, dan dem Du hinschauen solltest. Selbstsabotage ist ein Hinweis. Wenn Du Dich unterbewusst so dagegen sperrst, einfache Schritte auszuführen, die Dich Deinem Ziel näher bringen würden. Dann stimmt etwas nicht.

Nicht mir Dir – sondern mit Deinem Ziel. Schau genauer hin. Vielleicht wird Dir dann bewusst, dass Du gar nicht das Ziel hast, viral zu gehen, gesehen zu werden, etc. Vielleicht wird Dir plötzlich bewusst, dass Du eigentlich nur eine Community wolltest, für einen freundlichen Austausch, gegenseitigen Support. Eine nette Gemeinschaft, der Du Dich zugehörig fühlst. Gemeinsame Interessen, ähnliche Gedanken, etc.

Vielleicht hast Du intuitiv bereits etwas gefühlt, was Dir selbst noch gar nicht bewusst war: Das, was Du gerade tun möchtest, bringt Dich nicht dahin, wo Du WIRKLICH hinwillst.

Dein Ziel ist grundsätzlich richtig. Und Dein Plan zu diesem Ziel ist richtig. Für jemanden, der Influencer sein möchte, sichtbar sein möchte – mit allen Konsequenzen, die diese Sichtbarkeit mit sich bringt – würde der Plan vermutlich perfekt funktionieren. Aber diese Ambitionen hast Du womöglich gar nicht – und bereits nach den ersten 200 Followern intuitiv gespürt, dass Du eigentlich etwas anderes erreichen wolltest.

Deswegen schaffst Du es nicht die Dinge zu unternehmen, von denen Du immer noch denkst, dass sie Dich voranbringen.


3. Vielleicht ist Dein Ziel nicht attraktiv, zu groß oder zu vage formuliert.

Für uns Menschen funktionieren klare, visualisierbare Ziele am besten.

Ein Ziel wie:

„Ich möchte glücklicher werden.“

ist schön gemeint, aber kaum greifbar.

Ebenso schwierig ist ein Ziel, das so riesig erscheint, dass der erste Schritt unmöglich wirkt.

Beispiele:

  • Ich möchte mein komplettes Leben verändern.
  • Ich möchte finanziell frei werden.
  • Ich möchte endlich erfolgreich sein.

Doch was bedeutet das konkret?

Besser wäre:

  • Bis Ende des Jahres habe ich mein eigenes kleines Coaching-Angebot entwickelt.
  • Ich gehe dreimal pro Woche spazieren und tue täglich etwas für mein Wohlbefinden.
  • Ich spare jeden Monat 300 Euro für meinen Neustart.

Je konkreter und attraktiver ein Ziel ist, desto leichter fällt es Dir, loszugehen.

Viele glauben:

„Wenn ich motiviert bin, werde ich anfangen.“

Tatsächlich läuft es oft genau andersherum.

Erst handeln.
Dann entsteht Motivation.

Ein fünfminütiger Spaziergang.
Eine einzige E-Mail.
Zehn Minuten Schreiben.

Kleine Handlungen schaffen Selbstvertrauen.

Und Selbstvertrauen erzeugt Motivation.


4. Vielleicht hindert Dich Angst vor der Veränderung am Handeln

Oft glauben wir, wir hätten Angst vor dem Scheitern.

In Wirklichkeit haben viele Menschen Angst vor dem Erfolg.

Denn Erfolg verändert etwas.

Vielleicht musst Du Entscheidungen treffen.
Vielleicht verändert sich Dein Umfeld.
Vielleicht erwarten andere plötzlich mehr von Dir.
Vielleicht verlässt Du Deine gewohnte Rolle.

Die eigene Komfortzone zu verlassen braucht Überwindung und Mut.

Allerdings solltest Du nicht darauf warten, dass der Mut irgendwann zu Dir kommt, damit Du dann losgehen kannst. Die ersten Schritte musst Du „alleine“ gehen. Erst dann kommt nach und nach der Mut, der Dich weiterträgt.

Deshalb kann es passieren, dass wir unbewusst auf der Stelle treten, obwohl wir uns Veränderung wünschen.

Vielleicht hast Du auch Angst vor weiteren Konsequenzen, die ein Erfolg auch nach sich ziehen könnte.

Zum Beispiel: Wenn ich erfolgreich werde und mein Ziel erreicht habe, dann werde ich bestimmt richtig viel zu tun haben. Dann werde ich noch weiniger Zeit für meine Familie haben. Eventuell müssen wir dann auch den schon lange geplanten Urlaub absagen. Wahrscheinlich werde ich dann noch mehr Stress haben als jetzt.

Bei solchen Aussichten, wäre es nur natürlich, wenn Du Deinen eigenen Erfolg sabotierst.


5. Perfektionismus hält Dich fest und hindert Dich an der Umsetzung

„Ich fange an, wenn…“

  • …ich mehr Zeit habe.
  • …ich besser vorbereitet bin.
  • …ich noch einen Kurs gemacht habe.
  • …ich genau weiß, wie es geht.

Mir ging es so: Anstatt wirklich an meinem Projekt zu arbeiten habe ich mich stundenlang in Kleinigkeiten verloren.

Kommt Dir das bekannt vor?

Perfektionismus sieht auf den ersten Blick vernünftig aus.

In Wahrheit ist er oft eine elegante Form der Angst.

Denn solange wir planen, müssen wir uns nicht der Möglichkeit stellen, Fehler zu machen.

Doch jeder Mensch, den wir bewundern, hat einmal unperfekt angefangen.


6. Warum innere Überzeugungen Dich ausbremsen

Wir tun uns schwer mit innneren Widersprüchen. Das führt dazu, dass wir nicht gegen unsere eigenen Überzeugungen handeln können.

Wenn Du tief in Dir glaubst:

  • „Ich schaffe das sowieso nicht.“
  • „Für andere klappt das, aber nicht für mich.“
  • „Dafür bin ich zu alt.“

dann wird jede Deiner Handlungen deutlich schwerer, weil Du wahrscheinlich intuitiv Beweise für Deine Überzeugungen suchst.

Deshalb reicht positives Denken allein nicht aus.

Es braucht neue Erfahrungen.

Jeder kleine Schritt liefert Deinem Gehirn den Beweis:

Ich kann etwas verändern.

Und falls Du Dich jetzt insgeheim fragst, ob Du mit 40 oder 50 vielleicht schon zu alt und zu festgefahren bist, für wirkliche Veränderung. Nein! Ich bin überzeugt: Veränderung ab 40 ist schwerer – aber möglich


Fragen zur Selbstreflexion

Nimm Dir einen Moment Zeit und beantworte ehrlich diese Fragen:

  • Ist dieses Ziel wirklich meines?
  • Warum wünsche ich mir genau dieses Ergebnis?
  • Was würde sich verändern, wenn ich es erreiche?
  • Wovor habe ich möglicherweise Angst?
  • Was wäre heute ein erster kleiner Schritt?
  • Welche Geschichte erzähle ich mir über mich selbst?

Oft liegen die Antworten bereits in uns. Wir nehmen uns nur selten die Zeit, ihnen zuzuhören.

Fazit

Wenn Du trotz Motivation nicht ins Handeln kommst, liegt das häufig nicht an mangelnder Disziplin. Oft verhindern innere Blockaden, Perfektionismus oder ein unpassendes Ziel, dass Du ins Tun kommst.

Vielleicht ist genau heute der richtige Moment, Dir nicht die Frage zu stellen:

„Warum schaffe ich es nicht?“

Sondern:

„Wovor schütze ich mich womöglich?“

Für mich hat genau diese Frage die entscheidenden Antworten gebracht. Und die Erkenntnis, dass ich (wie so oft) sehr schnell mit Selbstvorwürfen zur Hand war.

Manchmal sollten wir uns selbst einfach mal besser zuhören. Anstatt uns selbst mehr unter Druck zu setzen, mehr Selbstdisziplin und mehr Willenskraft einzufordern, brauchen wir möglicherweise nur ein klareres Verständnis, für das, was uns innerlich bremst.

Die gute Nachricht: Sobald Du die eigentliche Ursache erkennst, kannst Du Schritt für Schritt wieder aktiv werden.

Wenn Dir dieser Beitrag geholfen hat herauszufinden, warum Du trotz Motivation einfach nicht ins Handeln gekommen bist, dann würde ich mich über eine kurze Nachricht oder einen Kommentar freuen.

Wohin möchtest Du als nächstes gehen?

Eine kleine Liste Beiträge zum Thema Leben planen, Organisation, Ziele finden, Gewohnheiten, etc. habe ich Dir hier zusammengestellt.

Neue Lebensziele finden: Warum sich Dein Leben trotz Familie plötzlich leer anfühlen kann

Besser als jede App! Warum eine To-Do-Liste auf Papier Deine Gewohnheiten wirklich verändert

Alltag organisieren ab 40: 10 einfache Gewohnheiten für weniger Chaos im Alltag und mehr Ruhe in Deinen Gedanken

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert