Schlechte Gewohnheiten ablegen: 6 Schritte zu dauerhafter Veränderung
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Kennst Du das? Du nimmst Dir fest vor etwas zu ändern. Du willst endlich schlechte Gewohnheiten ablegen, bessere Gewohnheiten aufbauen und Dein Leben dauerhaft ändern. Du bist motiviert, kennst Dein „Warum“, steckst Dir realistische Ziele…. machst alles richtig..
Und trotzdem dauert es nie lange, bis Du doch wieder in alte Muster zurückfällst. Bei mir war es eigentlich immer so. Und das hat dazu geführt, dass ich lange Zeit dachte, ich hätte einfach keine Disziplin oder nicht genug Willenskraft, um wirklich dauerhaft etwas zu ändern.
Es hat viel zu lange gebraucht, bis ich endlich verstanden habe:
Schlechte Gewohnheiten abzulegen ist kein einmaliger Entschluss – es ist ein Prozess. Und oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.
Und nein – es ist nicht Disziplin und Willenskraft. Auch nicht mehr Anstrengung.
Der Schlüssel zu dauerhafter Veränderung ist nicht Disziplin sondern Klarheit und etwas Psychologie.
Du willst schlechte Gewohnheiten endlich ablegen? Hier kommen 6 Schritte, die Dir helfen können, Deine Gewohnheiten dauerhaft zu verändern:
Schritt 1: Erkenne Deine Trigger
Der Erste Schritt ist immer: verstehen, warum ich etwas tue.
Denn schlechte Gewohnheiten entstehen selten einfach so. Sie werden ausgelöst durch bestimmte Situationen, Gefühle oder Routinen.
Vielleicht greifst Du abend automatisch zum Handy, wenn Du müde bist. Oder Du nascht immer dann, wenn Du gestresst bist. Der Kaffee am Morgen – nicht ohne Zigarette. Oder wann immer Du auf Deinen Bus wartest rauchst Du.
Diese Auslöser nennt man „Trigger“.
Wenn Du anfängst, sie bewusst wahrzunehmen passiert etwas Spannendes: Du bekommst plötzlich eine Wahl.
💬 Beobachte Dich ein paar Tage ganz ehrlich:
- Wann passiert die Gewohnheit?
- Was fühlst Du in dem Moment?
- Was ist kurz davor passiert?
Alleine dieses Bewusstsein ist schon oft der halbe Weg zur Veränderung.
Schritt 2: Ersetze – statt einfach nur zu verbieten
Einer der größten Fehler (den ich selbst lange gemacht habe):
Ich wollte mir Dinge einfach abgewöhnen.
Das Problem dabei ist: Unser Gehirn mag keine Lücken. Wenn Du als eine Gewohnheit einfach streichst, fehlt plötzlich etwas. Und genau dann rutschen wir ganz schnell wieder zurück.
Was besser funktioniert: Ersetzen statt verbieten.
Beispiel:
- Statt abend sinnlos zu scrolllen –> 10 Minuten lesen
- Statt aus Stress zu essen –> kurz rausgehen oder bewusst atmen
- Statt aus langeweile beim warten auf den Bus zu rauchen –> vielleicht 1 Station zu Fuß gehen
- statt Zigarette zum Kaffee —> 1 großes Glas Wasser trinken
📌 Die alte Gewohnheit hatte einen Zweck (z. B. Entspannung, Ablenkung, Belohnung..). Finde eine neue Gewohnheit, die Dir den gleichen „Nutzen“ gibt – nur auf bessere Art. So wird es Dir viel leichter fallen, schlechte Gewohnheiten durch bessere zu ersetzen.
Schritt 3: Mache es Dir so einfach wie möglich
Ich habe früher oft viel zu groß gedacht: „Ab morgen mache ich alles anders.“
Spoiler: Hat nie funktioniert.
Neue Gewohnheiten brauchen Leichtigkeit, nicht Perfektion!
Fang klein an:
- 5 Minuten Bewegung statt 1 Stunde Sport
- 1 Glas Wasser täglich mehr statt sofort 2,5 Liter
- 1 gesundes Obst / Gemüse zur Mahlzeit statt komplette Ernährungsumstellung
Je einfacher der Einstieg, desto größer die Chance, dass Du dranbleibst – auch, wenn Dein Tag voll ist. Auch, wenn der Stresslevel hoch ist… und das Energielevel niedrig. Fang mit kleinen Schritten an, die nicht nur dann funktionieren, wenn Du gerade voll motiviert und energiegeladen bist. Sondern, die sich auch jederzeit! im Alltag einbauen lassen.
Denn ganz ehrlich: Dranbleiben ist viel wichtiger, als perfekt starten!
💬 Welches wird Dein erstes Mini-Ziel?
Schritt 4: Verändere Deine Umgebung
Was wir oft unterschätzen: Unsere Umgebung beeinflusst uns enorm. Wenn Schokolade immer sichtbar auf dem Tisch liegt, wirst Du sie essen. Wenn Dein Handy neben Dir liegt, wirst Du es benutzen.
Ich habe gelernt: Willenskraft ist überbewertet – Umgebung ist entscheidend.
Also mache es Dir leichter:
- Entferne Dinge, die Dich in alte Gewohnheiten ziehen
- Platziere Dinge sichtbar, die Du öfter tun möchtest
zum Beispiel:
Sportschuhe vor’s Bett stellen –> du machst eher morgens ein kleines Workout
Wasserflaschen überall in der Wohnung –> Du trinkst mehr Wasser
Handy in die Schublade und/oder Stumm schalten –> Du lässt Dich weniger ablenken
Schritt 5: Sei geduldig mit Dir (wirklich!)
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt für dauerhafte Veränderung. Neue Gewohnheiten bauen sich nicht über Nacht auf. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und liebt alles, was ihm vertraut ist. Selbst, wenn wir rational wissen, dass unsre schlechten Angewohnheiten uns Schaden, so halten wir doch daran fest.
Das ist keine Charakterschwäche oder fehlende Disziplin. Es ist unser inneres Bedürfnis nach Sicherheit und Beständigkeit. Rückfälle gehören daher dazu, auch wenn wir sie nicht mögen.
Früher habe ich nach einem „schlechten Tag“ oft komplett aufgegeben.
Heute sehe ich das anders:
Ein Ausrutscher ist kein Scheitern – er ist Teil des Prozesses. Gewohnheiten dauerhaft ändern: Was, wenn Scheitern keine Option mehr ist?
Wichtig ist nicht, dass Du alles perfekt machst .
Wichtig ist, dass Du imer wieder zurückkommst.
Schritt 6: Führe ein Erfolgsjournal
Ein Erfolgsjournal ist ein fester Platz, an dem Du Deine ganz persönlichen Erfolge auf Deinem Weg dokumentierst.
Das ist in der Regel ein Notizbuch oder eine App. Wobei ich persönlich ein Notizbuch jederzeit einer App vorziehen würde
Besser als jede App! Warum analoge Planung Deine Gewohnheiten wirklich verändert
Ein gutes Erfolgsjournal ist nicht kompliziert. Es braucht auch nicht perfekt zu sein.
Es ist Dein persönlicher Begleiter auf Deinem Weg und ein Anker für schwere Tage.
Du hast nicht jeden Tag die gleiche Motivation. Vielleicht warst Du auch auf einem guten Weg und bist dann doch wieder in die alten Muster gerutscht.
Dein Erfolgsjournal kann in solchen Momenten der Schlüssel sein, um wieder neue Motivation und neuen Mut zu fassen.
Denn man kann seine Erfolge nochmal nachvollziehen und erkennen, dass man trotz vermeintlicher Rückschläge dennoch nicht wieder am Anfang steht.
💬 Lege ein Erfolgsjournal an. Alles, was Du brauchst ist ein einfaches Notizbuch und ein Kugelschreiber. Wenn Du magst, vielleicht noch ein paar Farben. Mehr brauchst Du nicht.
Fazit
Gewohnheiten zu ändern hat viel weniger mit Disziplin zu, als wir denken. Es geht viel mehr um Bewusstsein, kleine Schritte und ein bisschen (viel) Geduld mit uns selbst.
Du musst nicht Dein ganzes Leben auf einmal umkrempeln. Manchmal reicht es nur eine einzige Gewohnheit zu verändern – und der Rest kommt nach und nach.
Vielleicht ist heute genau der richtige Tag, um damit anzufangen?
Wohin willst Du als nächstes gehen?



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